• Gossen Metrawatt
  • Camille Bauer

PG305: Fehlermeldung Messaufbau prüfen

Problem: Es erscheint die Meldung "Messaufbau prüfen" bei der Messung von ZSchl, Zi, RE, FI-Prüfung

Wenn das Prüfgerät diese allgemeine Fehlermeldung anzeigt, so kann die genaue Ursache vom Prüfgerät nicht festgestellt werden. Überprüfen Sie folgende Möglichkeiten:

Erdungswiderstand ist zu hoch.
Wenn der Erdungswiderstand zu hoch, aber immer noch so klein ist, dass eine Spannungsmessung möglich ist, so erscheint obige Meldung. Überprüfen Sie die Erdung und die Schutzleiterverbindungen in Ihrer Anlage.

Gerätesicherung ist defekt.
Im Batteriefach befinden sich 2 Sicherungen und 2 Ersatzsicherungen. Überprüfen Sie ob die Sicherungen in den beiden Sicherungshaltern in Ordnung sind und tauschen Sie eine defekte Sicherung aus. Achtung! Verwenden Sie nur die Original Ersatzsicherungen. Andere Typen sind im Anschaltverhalten nicht schnell genug und führen zur Zerstörung des Prüfgeräts. Ersatzsicherungen bekommen Sie von unserer Serviceabteilung: Tel. 0911 / 8602-285 oder service@gossenmetrawatt.com

SchukoMessadapter oder 2-Pol-Adapter ist defekt.
Testen Sie, ob Sie die Messung mit dem anderen Adapter durchführen können. Ist dies der Fall, so ist wahrscheinlich der Adapter defekt. Ersatz bekommen Sie von unserer Serviceabteilung.

Das Prüfgerät wird gestört.
Es gibt leider elektrische Geräte, die nicht ausreichend entstört sind. Sind die elektrischen Störungen sehr groß, so kann der PROFITEST die Netzfrequenz nicht mehr eindeutig ermitteln. Zu diesen störenden Geräten gehören vor allem solche mit getakteten Netzteilen und Geräte mit Wechselrichteransteuerung. Schalten Sie diese Verbraucher während der Prüfung ab, dann sollte die Messung möglich sein.

Falsche Batterien im Gerät.
Das Prüfgerät arbeitet nur richtig, wenn Sie Alkali-Mangan-Zellen oder Akkus verwenden. Braunsteinzellen sind nicht geeignet, da sie einen zu hohen Innenwiderstand besitzen und bei hohen Belastungen die Spannung zusammen bricht. In diesem Fall ziehen dann die Relais nicht mehr richtig an und es kann kein Prüfstrom fließen. Auch zu schwache Batterien können schuld sein. Prüfen Sie die Batteriespannung in der Stellung UL-N und prüfen Sie den Batterietyp. Verwenden Sie nur den Batterietyp LR6 oder Akkus. Der Typ R6 ist nicht geeignet. Wechseln Sie immer alle Batterien aus, eine leere Batterie unter 5 vollen kann zur Fehlinterpretation des Batteriespannungstests führen.

Die Meldung erscheint erst nach dem Auslösen des FI-Schalters.
Es kann sein sein, dass durch das Abschalten des FI-Schalters ein Gerät mit einer hohen Induktivität mit abgeschaltet wird. Die Induktivität baut im Abschaltaugenblick ein hohe Spannung auf, die der Profitest erkennt und fehlinterpretiert. Wenn bei der FI-Prüfung der Stromfluss durch den FI unterbrochen wird, überprüft der Profitest anschließend, ob die Spannung auch wirklich abgeschaltet wird. Ist noch eine Spannung vorhanden erscheint die Meldung "Messaufbau prüfen". Schalten Sie für die Auslöseprüfung in diesem Fall alle Verbraucher ab.

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